Leben ohne Manipulation


Leben ohne Manipuliert zu werden

Vorweg, es gibt kein Leben ohne Manipulation. Es sei denn, du bist ein Eisklotz. Im täglichen Kontakt mit Menschen manipulieren wir uns ständig gegenseitig.

Du nicht? Mal Hand auf Herz, wenn du zu Beispiel am Wochenende ausgehst und du dich hübsch zurechtmachst, fängt da nicht schon die Manipulation an. Oder wenn du deine tolle Urlaubserinnerung teilst und diese noch völlig euphorisiert deiner Freundin erzählst, was glaubst du was sich dann in ihrem Kopf abspielt? Schickst du sie dann nicht an den wunderschönen Strand oder in die atemberaubenden Berge?

Es ist also tatsächlich so, dass wir nonverbal und verbal in anderen Gedanken auslösen. Für die Gedanken anderer sind wir nicht verantwortlich und im Normalfall steckt von unserer Seite dahinter auch keine böse Absicht. Eher das Gegenteil ist der Fall.

Aber wie schütze ich mich, wenn eine böse Absicht dahinter steht?

Wenn mir zum Beispiel ein Verkäufer etwas auf Auge trügen will, wofür ich gar keinen Bedarf habe. Oder in einer toxischen Beziehung der Partner mich klein hält und ich mir dadurch meine Lebensenergie nehmen lasse?

Was macht uns Manipulierbar?

Wo kein Verlangen ist, findet keine Manipulation statt. Dies gilt sowohl bei positiver als auch bei negativer Manipulation. Deine Freundin kann dir noch so voller Begeisterung von ihrem letzten Urlaub erzählen, wenn du nicht das Bedürfnis hast ihr deine aufrichtige Aufmerksamkeit zu schenken, wird sie dich nicht an den Strand entführen können. Wenn der Autohändler dir eine bessere Ausstattung verkaufen möchte, du dir aber im Vorfeld schon ganz Bewusst bist, dass dir die günstige Variante für deinen Lebensstiel ausreicht, wird er dich dafür nur schwer begeistern.

Um Manipulierbar zu sein, bedarf es also ein Verlangen von unserer Seite. Der Hacken an der Geschichte ist nur, dass unser Verlangen von unserem Unterbewusstsein gesteuert wird. Wir haben also oft gar keinen direkten Einfluss darauf.

Wie gewinne ich Einfluss auf mein Unterbewusstsein?

Es gibt einen einfachen Leitsatz: Alles was ich mir Bewusst mache, ist kein Unterbewusstsein mehr. Das ist auch der beste Weg um Kognitionen zu erkennen. Das funktioniert nicht von jetzt auf gleich, ist aber mit etwas Übung auf Dauer erreichbar.

Versuche mal folgende Übung:

Zum Beispiel ich kann nicht Nein sagen.

Frage Dich:


  • Warum sage ich nicht Nein?

  • Überprüfe was dahinter steckt?

  • Wem möchte ich gefallen?

  • Möchte ich mir selbst gefallen? Warum?

  • Was gewinne ich, wenn ich Ja sage?

  • Was verliere ich, wenn ich Ja sage?

  • Was würdest ich gewinnen, wenn ich Nein sagen würde?

  • Was würde ich verlieren, wenn ich Nein sagen würde?


Kannst du dich an die Zeit erinnern als du nach deinem Bedürfnis geantwortet hast?Also Nein oder Ja, weil du instinktiv Gefühlt hast, was du eigentlich möchtest?

Im Alltag sieht es anders aus

Die oben aufgeführte Übung ist ein guter Anfang für den „inneren Dialog“. Aber wie sieht es im Alltag aus? Ist es wirklich so leicht „einen Schritt zurück zutreten“, und somit völlig frei zu werden von Menschen die uns bewusst oder unbewusst manipulieren möchten?

Oft ist es am Anfang so, dass immer wenn wir in so eine Situation geraden, gewisse Anteile unserer Persönlichkeit zum Vorschein kommen. Eben aus dem Unterbewusstsein. Der resoluteste Manager kann unter gewissen Umständen sich verhalten wie ein kleines Kind. Egal ob er anfängt zu schreien oder kein Wort mehr über die Lippen bringt. Gewisse Situationen können uns alle triggern.

Achtsamkeit und Selbstwahrnehmung

Wenn wir achtsam durch das Leben gehen, werden wir immer besser feststellen, in welchen Situationen wir uns Manipulieren lassen. Am Anfang werden wir nur merken wann wir von mal wieder von unserem Selbstbild abgewichen sind. Über diese Selbstwahrnehmung stellen wir mit der Zeit immer besser fest, wo unsere Trigger – Punkte liegen. Diese können wir dann im Stillen für uns klären. Je besser wir unsere Trigger verstehen, um so leichter und schneller können wir dann in zukünftigen Situationen so agieren wie es unserem Selbstbild entspricht.

Versuche es und zeige ein wenig Geduld mit dir.

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"Alles was Du in Deinen Kopf hineinlässt - kannst nur Du wieder hinausschmeißen."

Markus Zhou - Schneider

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