„Wir denken sowieso. Warum nicht einfach positiv.“

Aktualisiert: Feb 25


Der Unterschied von positivem Denken und positiver Psychologie.


Positives Denken

Der Begriff - positives Denken - hat vermutlich Warren Felt Evans (1817 – 1889) geprägt. Evans war Teil der „Neugeist – Bewegung (New Thougt Movement)“ die im 19. Jahrhundert zuerst in den USA auftrat und wesentlich durch den Heilpraktiker Phineas Parkhust Quimby (1802 -1866) entwickelt wurde. Eine allgemein bekanntere Persönlichkeit dürfte wohl für die meisten Joseph Murphy (1895 – 1981) mit seinen Büchern wie z. Bsp. „Die Macht Ihres Unterbewusstseins“ sein. In Deutschland verbreitete der Autor Karl Otto Schmidt die Neugeist – Gedanken. Der einflussreichste Vertreter, im deutschen Sprachraum, des „positiven Denkens“ war wohl Oscar Schellbach (1901 – 1970).

Einige der oben genannten Autoren, gingen davon aus, dass auf Grund reines „Wünschens“, die Ereignisse oder Dinge in Kraft treten oder sich manifestieren. Schellbach war wohl einer der ersten der Wunsch mit Tat und Lebensführung in Verbindung brachte. Er hat somit auf gewisse weise positive Psychologie mit seiner Arbeit des positiven Denkens verbunden.


Positive Psychologie

Die positive Psychologie versteht sich als ein wissenschaftlicher Zweig der akademischen Psychologie. Sie beschäftigt sich mit der Erforschung von Denk-, Fühl- und Handlungsstrategie, die zu einem glücklichen Leben führen sollen. Die Idee wurde bereits 1954 von Abraham Maslow vertreten. Der Begriff positive Psychologie wurde 1998 von Martin Seligmann wieder aufgegriffen.

Positive Psychologie beruft sich also auf die Wissenschaft, vor allem der Neurobiologie und der Emotionsforschung. Wahrhaftes „Wohlbefinden“ baut auf diese 5 Säulen (PERMA) auf:


1. Positive Gefühle

2. Engagement und Flow

3. Beziehungen

4. Lebenssinn

5. Lebenswerk und Errungenschaften


Sie basiert auf sechs Tugenden und den dazugehörigen Charakterstärken.

  • Weisheit und Wissen (kognitive Stärken):Kreativität, Neugier, Aufgeschlossenheit, Lernfreude, Perspektive.

  • Courage (emotionale Stärken): Tapferkeit, Beharrlichkeit, Integrität, Vitalität.

  • Menschlichkeit (interpersonale Stärken): Liebe, Freundlichkeit, soziale Intelligenz.

  • Gerechtigkeit (zivile Stärken): soziale Verantwortung, Fairness, Führungsstärke.

  • Mäßigung (Stärken, die gegen Exzesse schützen): Vergeben und Mitleid, Demut und Bescheidenheit, Besonnenheit, Selbstregulation.

  • Transzendenz (spirituelle Stärken, die mit Bedeutsamkeit zu tun haben): Wertschätzung von Schönheit und Exzellenz, Dankbarkeit, Hoffnung, Humor, Spiritualität.


Positives Denken – Positive Psychologie

Auf den ersten Blick sieht es nun so aus, dass „positives Denken“ ein reines Wünschen, Träumen und Erdenken von einem besseren Leben ist. Für Menschen die mit dem Spirituellen und Esoterischen nicht so vertraut sind, oder schlichtweg nichts damit anzufangen wissen, sieht es eher nach Hokuspokus aus. Das „Gesetzt der Anziehung (Law of Attraction)“ oder das „Gesetz der Manifestation“, die mit dem positiven Denken verwandt sind, entlockt ihnen höchstens ein Lächeln. Wie auch bei Menschen die an Depression leiden oder andere die sich selbst als Pechvogel wahrnehmen. Das unzählige Ratgeber vielen schon zu einer neuen, lebensbejahenden Einstellung verholfen haben, wird dann gerne übersehen. Aber schon Seligmann verstand das „positive Denken“ als „Werteprojekt“. Im weitesten Sinne ein Vorreiter von PERMA. Seligmann meinte, der positive Mensch, sei nicht nur ein Wunschmensch, sondern auch ein Tatmensch.

Genau hierauf baut die „wissenschaftliche“ positive Psychologie. PERMA, die sechs Tugenden ermöglichen „positives Denken“ real und kraftvoll zu gestalten.


  • PERMA legt nahe konkret über eigene Ziele, Sinn, Werte und Tugend nachzudenken.

  • In den sechs Tugenden finden wir unsere Ressourcen, Stärken und Entwicklungspotenzial.


5 einfache Fragen die Du Dir stellen kannst ob du ein glückliches Leben führst
  1. Pflegst Du gute Beziehungen, die Du genießt?

  2. Drückst Du Dankbarkeit aus?

  3. Bist Du hilfsbereit?

  4. Blickst Du positiv in die Vergangenheit und in die Zukunft?

  5. Erlaubst Du Dir selbst auch mal sinnlich zu genießen?


Übungen für ein glücklicheres Leben

So sachlich, wie sich der obige Text auch lesen mag, so simpel ist die Übung, die Du anwenden kannst um glücklicher oder wieder glücklich zu werden.

Dankbarkeitsübung: Setze Dich jeden Abend für 5 Minuten hin, und notiere Dir 3 Dinge oder Situationen wofür Du heute dankbar warst. Das müssen keine großen Ereignisse sein. Kleine Nettigkeiten, Hilfe und Unterstützung die wir im Alltag erfahren haben reichen schon aus.

Entwickle gute Gefühle: Mache Dir täglich drei Dinge bewusst, die Du mit positiven Emotionen verbindest.


Eigene Stärke, positive Gefühle, positives Denken.

Es ist wie ein Kreis der sich schließt. Wenn Du Deine eigene Stärke erkennst, positive Gefühle in Dir wahrnimmst, dann klappt das positive Denken auch leichter und gedachte oder ausgesprochene Affirmationen bekommen eine ganz neue Kraft.


Schlagwörter für diesen Beitrag

#positives denken #positive psychologie #lifecoach #zhou-schneider #resilienz #glaubenssätze #selbstliebe

28 Ansichten

"Alles was Du in Deinen Kopf hineinlässt - kannst nur Du wieder hinausschmeißen."

Markus Zhou - Schneider

  • Instagram
  • Facebook

©2020 by Zhou - Schneider