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Warum ich mich nicht mehr beeile – und trotzdem weitergehe


wenn alles gleichzeitig kommt


Wenn du ein Mensch bist, kennst du diese Phasen:

Alles kommt gleichzeitig. Und du sollst trotzdem funktionieren.

Bei mir ist gerade so eine Zeit.

Da sind mehrere Projekte, die Aufmerksamkeit brauchen: meine Coachingarbeit, eine neue Idee, die mir beim Schwimmen gekommen ist (und die im Moment noch größer ist, als ich sie greifen kann), dazu die Abwicklung des Tattoostudios meiner Frau, die ganze Büroarbeit – und noch einiges mehr.

Und privat? Läuft auch nicht gerade wie in einem Hochglanz-Kalender.

Vielleicht würdest du gerade nicht in meinen Schuhen stecken wollen.

Und wenn es bei dir ähnlich aussieht: Ich will auch nicht in deinen.


Der alte Modus: Druck, Prokrastination, Kopfkino


Hand aufs Herz:

Vor einiger Zeit hätte mich genau so eine Phase komplett zermürbt.

Ich hätte mich Richtung Burnout gearbeitet, dabei gleichzeitig prokrastiniert und mein Leben als eine riesige Überforderung empfunden.

Ich hätte alles sofort lösen wollen.

Ich hätte mir meinen Tag zu eng und unrealistisch getaktet.

Ich wäre abends ins Bett gegangen, mit dem Gefühl, nichts geschafft zu haben – und hätte dann stundenlang wach gelegen.

Mit Kopfkino. Mit Druck im Brustkorb.

Na, erkennst du dich wieder?


Wir teilen mehr, als wir denken


Ich kenne dich nicht.

Aber ich glaube, wir teilen in unserem modernen Leben viele ähnliche Sorgen:

  • Verantwortung für Familie und Beziehungen

  • die eigene Existenz

  • Steuern und Verpflichtungen

  • Angst vor Verlust

  • Angst, nicht zu genügen

  • Angst, dass alles kippt, wenn man kurz mal stehen bleibt

Da kann einem schnell der Kopf rauchen.

Gerade bei Stress im Alltag hilft es mir, wieder Schritt für Schritt zu gehen, statt mich innerlich zu treiben.


Das Missverständnis: Ich muss irgendwo ankommen


Und dann ist da dieser Gedanke, den so viele von uns kennen:

Ich muss irgendwo ankommen. Und am besten sofort.

Zumindest habe ich lange so gelebt.

Alles sollte schnell erledigt sein: Aufgaben, Ziele, Wünsche, offene Baustellen.

Doch irgendwann habe ich gemerkt:

Dieses „schnell fertig werden“ macht das Leben nicht erfüllter.Und es macht mich nicht glücklicher.


Leben. Erst.


Nicht als Belohnung nach der To-do-Liste.

Sondern mitten in all dem.

Wenn dich dieser Gedanke anspricht, dann könnte auch mein Text über das spirituelle Wesen interessant für dich sein:👉 https://www.zhou-schneider.de/post/das-spirituelle-wesen

Meine wichtigste Erkenntnis ist inzwischen simpel:

Wenn viele Dinge gleichzeitig auf uns einprasseln, können wir sie nicht alle auf einmal erledigen – und wir müssen es auch nicht.

Schritt für Schritt ist nicht langsamer.

Schritt für Schritt ist stabiler.


Struktur statt Selbstoptimierung


Ja – es braucht dafür eine Tagesplanung.

Aber nicht als Perfektionsmaschine.

Sondern als Orientierung.

Eine Struktur, die Raum lässt für das, was oft vergessen wird:

  • Zeit für ungeliebte Aufgaben (bei mir: Büro)

  • Zeit für Kreatives

  • Zeit für den Körper

  • Zeit für den Geist

  • Zeit zum Durchatmen

Mir hilft dabei vor allem eine Haltung von Selbstmitgefühl – nicht als Ausrede, sondern als Stabilität.👉 [Hier könntest du deinen passenden Selbstmitgefühl-Artikel verlinken] (URL einfügen)


Ein stimmiger Tag (als Beispiel)


Ein Tag kann zum Beispiel so aussehen:

Morgens: ruhig ankommen, ohne sofort loszurennen

Vormittags: zwei fokussierte Arbeitsblöcke (mit Pause)

Mittags: essen, kurz runterfahren

Nachmittags: die „Pflichtsachen“ in machbaren Portionen

Abends: Bewegung, Sport oder Meditation

Und danach: keine Schuldgefühle mehr

Nicht, weil alles perfekt erledigt ist. Sondern weil ich mich selbst nicht vergessen habe.

Wenn du gerade viele Baustellen gleichzeitig hast: Eine realistische Tagesplanung kann helfen, wieder Boden unter den Füßen zu bekommen.


Du musst nicht selbstständig sein, um das zu leben


Vielleicht denkst du jetzt:

„Leicht gesagt – du bist selbstständig. Ich muss aber jeden Tag zur Arbeit.“

Verstehe ich total.

Aber auch dann kannst du dir deinen Tag so gestalten, dass du nicht nur funktionierst, sondern dich selbst darin wiederfindest.

Vielleicht nicht perfekt.

Vielleicht nicht jeden Tag.

Aber Stück für Stück.


Unterwegs ist man nicht zu spät


Weder dein Leben noch meins ist ein Wettrennen.

Wir sind unterwegs.

Und unterwegs ist man nicht zu spät.

.

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